„Vielseitigkeit ist unsere Konstante“

Interview mit Manuel Weißenberger, Geschäftsführer der K. Weißenberger Bedachungen GmbH

K. Weißenberger Bedachungen GmbH Kindertagesstätte in Karlstadt
Beispiel für den öffentlichen Objektbau: Kindertagesstätte in Karlstadt

Zukunft braucht Substanz – und Menschen, die sie mutig und innovativ gestalten. Die K. Weißenberger Bedachungen GmbH mit Sitz in unterfränkischen Arnstein steht seit über drei Jahrzehnten für Qualität im Dachdecker-, Spengler- und Holzbau. Das familiengeführte Unternehmen hat sich vom klassischen Dachdeckerbetrieb zu einem modernen Anbieter im Objektbau entwickelt. Mit unternehmerischem Mut und Weitblick setzt Geschäftsführer Manuel Weißenberger auf nachhaltiges Wachstum und zukunftsfähige Strukturen.

Wirtschaftsforum: Herr Weißenberger, Ihre Firma ist seit über 30 Jahren aktiv. Wie begann die Entwicklung Ihres Unternehmens?

Manuel Weißenberger: Gegründet wurde der Betrieb 1991 von meinem Vater als Ein-Mann-Unternehmen. Er war Dachdeckermeister und Spengler und hat von Anfang an mit großem Engagement investiert – sei es in Maschinen oder in Mitarbeiter. Die Firma ist kontinuierlich gewachsen. 2009 bin ich als Zimmerermeister eingestiegen. Wir haben damals beschlossen, den Holzbau fest ins Portfolio aufzunehmen. Das war ein entscheidender Schritt, denn damit konnten wir uns breiter aufstellen und komplexe Bauprojekte aus einer Hand realisieren. Heute sind wir etwa 35 Mitarbeiter, davon rund 15 im Holzbau. Zehn Auszubildende verstärken derzeit unsere Teams – das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Wirtschaftsforum: Was ist Ihr Kerngeschäft, und für welche Kundengruppen arbeiten Sie?

Manuel Weißenberger, Geschäftsführer der K. Weißenberger Bedachungen GmbH
Manuel Weißenberger, Geschäftsführer der K. Weißenberger Bedachungen GmbH

Manuel Weißenberger: Unsere Stärke liegt in unserer Vielseitigkeit. Wir bedienen sowohl Privatkunden mit Einfamilienhäusern als auch Bauträger und Investoren im Mehrfamilienwohnungsbau. Ebenso zählen öffentliche Auftraggeber – etwa Schulen, Kindergärten oder Kasernen – zu unseren Kunden. Dabei sind wir stark im Objektbau engagiert. Unsere Projekte zeichnen sich oft durch besondere architektonische oder technische Anforderungen aus. Wir arbeiten überwiegend regional im Umkreis von etwa 100 km, wobei sich dieser Radius bei großen Projekten auch erweitern kann.

Wirtschaftsforum: Wie gelingt es Ihnen, in Zeiten des Fachkräftemangels ausreichend Nachwuchs zu gewinnen?

K. Weißenberger Bedachungen GmbH Montagearbeiten
Montagearbeiten an einem Holzbauprojekt: Einsatz moderner Technik im Rohbau
K. Weißenberger Bedachungen GmbH Detailansicht
Detailansicht eines aktuellen Wohnbauprojekts: Funktionale Ästhetik aus einer Hand

Manuel Weißenberger: Wir investieren stark in Nachwuchsförderung. Neben Ausbildungsmessen sind wir regelmäßig an Schulen aktiv, beim ‘Tag des Handwerks’ oder bei Praxisprojekten. Die Schüler bauen etwa Vogelhäuser und lernen dabei unsere Berufe ganz praktisch kennen. Auch über die sozialen Medien erreichen wir mit Einblicken ins Handwerk eine junge Zielgruppe. Dabei geht es nicht primär um Werbung für uns, sondern um Begeisterung für die Berufe. 

Wirtschaftsforum: Was ist das größte Alleinstellungsmerkmal Ihres Unternehmens?

Manuel Weißenberger: Ganz klar unser Team! Wir haben ein extrem engagiertes, fachlich starkes und loyales Team mit hoher Betriebszugehörigkeit. Diese Menschen tragen unser Unternehmen. Hinzu kommt unsere Innovationsbereitschaft – sei es beim Thema Bauweise, Maschinen oder Organisation. Stillstand ist für uns keine Option. Unser Leitsatz lautet: Wer sich nicht weiterentwickelt, fällt zurück.

K. Weißenberger Bedachungen GmbH Standort der Firma
Blick auf den neuen Standort der Firma in Arnstein – 8.500 m2 für modernes Handwerk
K. Weißenberger Bedachungen GmbH Team
Das Team der K. Weißenberger Bedachungen GmbH – engagiert, erfahren und bestens eingespielt

Wirtschaftsforum: Was sind Ihre Pläne für die kommenden Jahre?

Manuel Weißenberger: Wir befinden uns mitten in der größten Investition unserer Firmengeschichte. Aktuell bauen wir unseren neuen Standort, nur wenige hundert Meter vom jetzigen entfernt. Dort stehen uns künftig 8.500 m2 Fläche zur Verfügung – fast das Dreifache der bisherigen Betriebsfläche. Mit neuer Anlagentechnik und optimierten Prozessen wollen wir nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen. Unser Ziel ist es, auf mindestens 50 Beschäftigte zu wachsen. Der Umzug ist für Anfang kommenden Jahres geplant.

Wirtschaftsforum: Eine solche Investition forderte sicherlich einiges an Mut?

Manuel Weißenberger: Absolut, so eine Entscheidung trifft man nicht nebenbei. Es geht um Summen, die einen erstmal schlucken lassen. Aber wenn man an sein Team, seine Leistungen und seine Strategie glaubt, dann ist Mut die logische Konsequenz. Wir haben immer wieder bewiesen, dass wir solche Schritte meistern können. Natürlich bleibt ein Restrisiko – aber wer nichts wagt, gewinnt auch nichts. Und wer in unserer Branche auf Sicht fährt, wird langfristig überholt.

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