IFA 2026: Diese Highlights sollten Besucher in Berlin im Blick behalten
Anfang September wird Berlin wieder zum Treffpunkt der internationalen Technologiebranche. Vom 4. bis 8. September 2026 bringt die IFA Hersteller, Händler, Start-ups, Fachbesucher, Creator und Technikfans auf dem Berliner Messegelände zusammen. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr vor allem Künstliche Intelligenz, Robotik, vernetzte Haushaltsgeräte, neue Unterhaltungselektronik und die wachsende Creator Economy. Die Messe setzt dabei stärker darauf, neue Technologien nicht nur zu präsentieren, sondern direkt erlebbar zu machen.
Für Fachbesucher öffnet das Gelände täglich ab 9.30 Uhr. Privatbesucher können am Freitag ab 12 Uhr und von Samstag bis Dienstag jeweils ab 10 Uhr auf die Messe.
Humanoide Roboter werden zum Messe-Highlight
Einer der auffälligsten Schwerpunkte dürfte 2026 die Robotik werden. Im Innovationsbereich IFA Next zeigt die Messe nach eigenen Angaben so viele humanoide Roboter wie nie zuvor. Unternehmen wollen demonstrieren, wie Roboter zunehmend aus Laboren und Industrieumgebungen in den Alltag vordringen. Mit NEURA Robotics ist beispielsweise ein deutscher Robotikspezialist vertreten, der sogenannte Physical AI präsentiert: Künstliche Intelligenz, Sensorik und Robotik werden so kombiniert, dass Maschinen ihre Umgebung wahrnehmen, lernen und mit Menschen zusammenarbeiten können. Bei „Robots on the Runway" sollen humanoide Roboter sogar selbst auf dem Laufsteg auftreten.
KI zieht in Küche, Haushalt und Garten ein
Bei klassischen Haushaltsgeräten ist Künstliche Intelligenz inzwischen ein zentrales Thema. In der Home Appliance Show Area präsentieren unter anderem Miele, Bosch, Siemens, Electrolux, Liebherr, Haier, Midea, Jura, Kärcher und Dreame neue Geräte und Anwendungen. Das Spektrum reicht von intelligenten Küchen und vernetzten Haushaltsgeräten bis zu KI-gestützten Helfern und smarten Lösungen für Garten und Outdoor-Bereiche. Einzelne vernetzte Geräte werden zunehmend Teil größerer Systeme, die Energieverbrauch, Komfort und Automatisierung verbinden sollen.
Content Creation bekommt deutlich mehr Platz
Die IFA baut 2026 auch ihren Bereich für Content Creation deutlich aus. Die Ausstellungsfläche wächst um 70 Prozent und verteilt sich erstmals auf zwei Hallen. Gezeigt werden Kameras, Drohnen, Objektive, Speicherlösungen, Licht- und Studiotechnik sowie Anwendungen für VR, AR und KI-gestützte Bearbeitung. Im Creator Hub im Palais am Funkturm treffen Content Creator, Marken und Medien aufeinander. Streaming-Studios, Bühnen, Brand-Aktivierungen und Networking-Angebote sollen zeigen, wie professionell die Creator Economy inzwischen geworden ist.
IFA Podcast Days bringen bekannte Formate auf die Bühne
Neu hinzu kommen die IFA Podcast Days vom 4. bis 7. September. Formate wie Fast & Curious, PietSmiet, Mord auf Ex, KI-Updatet und weitere Podcasts werden live auf unterschiedlichen Bühnen des Messegeländes produziert. Am Sonntag, 6. September, wird der IFA Sommergarten zum Open-Air-Podcast-Festival. Auch für Fachbesucher wird das Programm ausgebaut Für den Fachhandel öffnet die IFA die Retail Innovation Zone: neue Verkaufskonzepte, Omnichannel-Strategien, Reparatur, Logistik und Lieferketten. Wer im Handel einkauft oder plant, findet hier Anschauungsmaterial für konkrete Sortiments- und Serviceentscheidungen. Parallel dazu läuft vom 5. bis 7. September IFA Global Markets. Die B2B-Plattform bringt Hersteller und Zulieferer aus mehr als 20 Ländern mit Einkäufern und Entscheidern zusammen. Im Fokus: Komponenten, Sensorik, Halbleiter und Fertigungslösungen sowie KI, Beschaffungstrends und neue Anforderungen an internationale Lieferketten.
Technologie soll ausprobiert werden
Mit den IFA Moments setzt die Messe 2026 verstärkt auf Angebote zum Mitmachen: ein erweitertes Beauty Lab, der Creator Hub, Start-up-Pitch-Wettbewerbe und erstmals die IFA Playbox als eigene Erlebniswelt für Familien mit Kindern bis zwölf Jahren. Humanoide Roboter gehören dazu, Reparatur, Refurbishment und Circular-Economy-Modelle ebenfalls. Die IFA 2026 findet vom 4. bis 8. September auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Die entscheidende Frage für 2026 lautet: Wie viel von KI und Robotik ist dann wirklich kaufbar, einsetzbar, kalkulierbar, und wie viel davon ist noch Messedekoration?