KI, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft: Wohin sich die Metallbearbeitung entwickelt
Künstliche Intelligenz, Automatisierung und steigende Effizienzanforderungen verändern die Metallbearbeitung grundlegend. Welche Technologien und Strategien die Fertigung künftig prägen, zeigt die AMB vom 15. bis 19. September 2026 in Stuttgart.
Mit rund 1.150 Ausstellern aus 34 Ländern zählt die AMB zu den wichtigsten internationalen Treffpunkten der Metallzerspanung. Auf 120.000 m² Ausstellungsfläche wird die gesamte Prozesskette abgebildet: von Werkzeugmaschinen über Präzisionswerkzeuge bis zu Software, Automatisierung und digitalen Produktionslösungen. „Die Entscheidung, auf einer Messe auszustellen, ist keine Kleinigkeit. Dass Unternehmen sich für die AMB entscheiden, ist ein klares Bekenntnis zur Messe und zur Branche", sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Seit mehr als 40 Jahren sei die AMB ein zentraler Treffpunkt der internationalen Metallzerspanung.
Zukunftsthemen im Mittelpunkt
Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft ziehen sich als Leitmotive durch das gesamte Messeprogramm. Im Fokus steht die Frage, wie digitale Technologien die Fertigung effizienter, flexibler und wirtschaftlicher machen können. Auf der AMB Stage diskutieren Experten unter anderem über den praktischen Einsatz von KI in der Produktion: von Predictive Maintenance über KI-gestützte Qualitätskontrolle bis zur Prozessoptimierung. Ergänzt wird das Programm durch das VDMA Technologieforum mit Vorträgen zu nachhaltiger Fertigung und Produktionsprozessen. Start-ups zeigen neue Technologien und digitale Ansätze, der AMB Award zeichnet Brancheninnovationen aus.
Neues Format: Defence trifft Fertigung
Mit „Defence & Security Opportunities" greift die AMB erstmals die wachsende Bedeutung des Defence-Sektors für die Fertigungsindustrie auf. Das Format, das gemeinsam mit dem VDMA entwickelt wurde, bringt Hersteller, Zulieferer und Aussteller zusammen, um skalierbare Produktionslösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen zu diskutieren. Auch die internationale Vernetzung wird weiter ausgebaut. Die International Gallery powered by BW_i schafft gemeinsam mit Verbänden aus unter anderem Indien, Italien, Taiwan und Spanien neue Anlaufpunkte für internationale Geschäftskontakte. Länderbezogene Networking-Formate und Fachveranstaltungen sollen den direkten Austausch zwischen Unternehmen aus unterschiedlichen Märkten ermöglichen.
Wissenstransfer für die Fertigung von morgen
Neben technologischen Innovationen setzt die AMB verstärkt auf Wissenstransfer und Nachwuchsförderung. Die Sonderschau Bildung vermittelt jungen Fachkräften praxisnah Einblicke in CNC-Technik, Automatisierung und digitale Produktionsprozesse. Ergänzend greifen Formate wie das Business Breakfast aktuelle Themen auf, von Robotik bis Quantentechnologie. Mit neuen Veranstaltungsformaten wie der AMB Night und der bereits vor Messebeginn gestarteten AMB Roadshow will die Messe den Branchendialog vertiefen und Fachkräfte stärker einbinden. Was das in der Praxis bedeutet, bleibt abzuwarten. Der Anspruch steht: Die AMB 2026 positioniert sich nicht als reine Produktschau, sondern als Debattenort für eine Branche, in der Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeitsdruck die Geschäftsmodelle gerade neu sortieren.