Wo Technik unter Spannung steht

Interview mit Markus Garlich, Geschäftsführer der cam GmbH

cam GmbH Team
Das Team der caleg group in Calau: Gemeinsam stark für individuelle Lösungen im Maschinen- und Schaltschrankbau

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau steht unter Druck: Globale Unsicherheiten, steigende Energiekosten und Fachkräftemangel fordern Unternehmen heraus. Gefragt sind flexible Partner, die individuelle Lösungen bieten und zugleich höchste Qualitätsstandards erfüllen. Genau hier setzt die cam GmbH aus Calau an. Seit 2004 überzeugt das Unternehmen im Maschinen- und Schaltschrankbau mit maßgeschneiderten Projekten und enger Partnerschaft mit den Kunden.

Mit einem klaren Fokus auf Flexibilität, Partnerschaft und Qualität „Made in Germany“ überzeugt die cam GmbH durch maßgeschneiderte Lösungen und eine enge Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Geschäftsführer Markus Garlich beschreibt die Stärken des Unternehmens so: „Wir können sehr individuell auf die Wünsche unserer Kunden eingehen – und liefern ihnen geprüfte Komplettlösungen aus einer Hand.“

Flexibilität und Partnerschaft als Erfolgsfaktoren

„Unsere Stärke liegt in der Flexibilität“, betont Markus Garlich. Gemeinsam mit der caleg Schrank- und Gehäusebau GmbH bietet die cam GmbH Lösungen aus einer Hand – vom Gehäusebau über die Verdrahtung bis hin zu kompletten Anlagen. „Damit sparen sich unsere Kunden viele Schnittstellen und erhalten steckerfertige, geprüfte Schaltschränke“, ergänzt der Geschäftsführer. Die Nähe zur Blechfertigung in Calau erweist sich dabei als strategischer Vorteil. Ob Einzelstück oder Großanlage: Die cam GmbH ist in der Lage, selbst komplexe Anforderungen umzusetzen. „Wir verstehen uns nicht nur als Auftragnehmer, sondern als Partner unserer Kunden. Viele Geschäftsbeziehungen bestehen seit über 20 Jahren – ein Zeichen des Vertrauens und der gemeinsamen Entwicklung“, so Markus Garlich.

Von London bis Übersee: Projekte mit internationaler Strahlkraft

Die Referenzen des Unternehmens sprechen für sich. Ein besonderes Highlight war ein Großprojekt für einen Aufzughersteller, der zur Ausstattung der Londoner U-Bahn im Vorfeld der Olympischen Spiele Schaltschränke benötigte. „Das war eine enorme Herausforderung, sowohl zeitlich als auch technisch. Am Ende war es ein Erfolgserlebnis für das ganze Team“, erinnert sich Markus Garlich. Neben der Bahntechnik ist die cam GmbH vor allem im Maschinenbau aktiv – von Druck- über Verpackungsmaschinen bis hin zu Sonderanlagen. Durch die UL-Zertifizierung kann das Unternehmen auch Projekte für den nordamerikanischen Markt realisieren. „Wir beliefern zwar hauptsächlich Kunden in der DACH-Region, aber unsere Produkte gehen über deren Maschinen in die ganze Welt hinaus“, erklärt der Geschäftsführer.

cam GmbH Sorgfalt und Know-how
Sorgfalt und Know-how: Die Experten der cam GmbH montieren und prüfen komplexe Schaltanlagen für Kunden aus Maschinenbau und Bahntechnik

Herausforderungen und Chancen im Wandel

Die letzten Jahre waren für viele mittelständische Betriebe von Unsicherheit geprägt – ob Pandemie, geopolitische Konflikte oder die Energie- und Bildungspolitik in Deutschland. „Ich sehe eine große Verunsicherung am Markt. Viele Unternehmen halten sich bei Investitionen zurück, weil es an politischen Leitplanken und Kon­stanz fehlt“, so Markus Garlich. Besonders die Energiewende sei ein Thema, das Planungssicherheit erfordere: „Man kann nicht alle vier Jahre alles über den Haufen werfen. Für die Industrie ist Verlässlichkeit entscheidend.“ Neben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen macht sich die cam GmbH auch Gedanken über den Fachkräftemangel. Als Maschinenbauingenieur liegt Markus Garlich das Thema besonders am Herzen: „Die Zahl der Ingenieurstudierenden ist dramatisch gesunken. Wenn wir keine Fachkräfte mehr ausbilden, gefährden wir die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.“ Gerade deshalb setzt das Unternehmen seit Jahren auf eine Kultur, die junge Menschen in der Region anspricht und langfristig bindet.

Zukunftsvision: Digitalisierung und attraktive Arbeitsplätze

Mit dem bevorstehenden Generationswechsel in der Geschäftsführung sieht Markus Garlich die Chance, neue Impulse zu setzen. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, die Firma aktiv zu gestalten – sodass wir weiterhin zukunftsfähig sind.“ Ein Schlüsselthema ist dabei die Digitalisierung. Vernetzte Prozesse sollen Effizienz steigern und den Mitarbeitern Routinearbeiten abnehmen. „Unser Ziel ist es, dass sich die Beschäftigten stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Arbeitsbedingungen zu verbessern.“ Auch die Attraktivität des Arbeitsplatzes ist für den Geschäftsführer ein zentrales Anliegen. „Ich möchte, dass junge Menschen in der Region sagen: Mein Ziel ist es, bei cam oder caleg zu arbeiten. Wir wollen eine Unternehmenskultur schaffen, in der sich die Mitarbeiter wohlfühlen und langfristig bleiben.“ Modernisierte Fertigungshallen, smarte Prozesse und eine familiäre Arbeitsatmosphäre sollen dazu beitragen. Die cam GmbH hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten als leistungsstarker Partner für den Maschinenbau und die Bahntechnik etabliert. Mit einem klaren Fokus auf Flexibilität, Partnerschaft und Qualität „Made in Germany“ ist das Unternehmen bestens aufgestellt, auch in einem herausfordernden Marktumfeld zu bestehen. Für Markus Garlich bedeutet die Rolle des Geschäftsführers nicht nur Verantwortung, sondern auch die Chance, die Zukunft aktiv zu gestalten: „Wir wollen zeigen, dass mittelständische Unternehmen wie die cam GmbH nicht nur verlässliche Partner, sondern auch attraktive Arbeitgeber und Innovationstreiber sind.“

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Manfred Brinkmann

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