Sicheres Wasser, Starker Service: Ein 365-Tage-Engagement für Qualität

Interview mit Susanne Beierlorzer, Geschäftsführerin, Max Beierlorzer, Vertriebsleiter und Marc Gräfedünkel, Montageleiter

UV-System von Beierlorzer GmbH: hochwirksame UV-C Desinfektion
UV-System von Beierlorzer GmbH: hochwirksame UV-C Desinfektion sorgt für sicheres, kristallklares Wasser – ohne Zugabe von Chemikalien

Der Zugang zu sauberem, sicherem Wasser ist eine der grundlegendsten Anforderungen des modernen Lebens - von öffentlichen Schwimmbädern und Krankenhäusern bis hin zu Getränkeherstellern, der Landwirtschaft und Kühlsystemen in der Industrie. Gleichzeitig wird die Wasseraufbereitung immer komplexer. Strengere Vorschriften, neue Arten von Kontaminanten, sich ändernde Klimabedingungen und wachsende Erwartungen an die Nachhaltigkeit erfordern intelligentere Technologien und sehr zuverlässige Partner. In diesem Umfeld sind spezialisierte Unternehmen, die jahrzehntelange Erfahrung mit einer praktischen Service-Mentalität kombinieren, unerlässlich. Eines davon ist die Beierlorzer GmbH mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

European Business: Frau Beierlorzer, die Beierlorzer GmbH gibt es seit mehr als einem halben Jahrhundert. Wie hat alles angefangen?

Susanne Beierlorzer: Die Firma wurde vor 53 Jahren vom Vater meines ersten Ehemanns gegründet. Sie begann ganz klein, mit nur zwei Servicetechnikern, hauptsächlich im Bereich der Schwimmbadwasseraufbereitung. Im Laufe der Jahre sind wir stetig gewachsen und haben das Geschäft von Generation zu Generation weitergegeben – heute ist bereits die dritte Generation dabei.

European Business: Herr Beirerlorzer, was ist Ihre Rolle im Familienunternehmen?

Max Beierlorzer: Ich bin quasi mit der Firma aufgewachsen. Beierlorzer war schon immer ein Teil meines Lebens, und ich möchte das Geschäft weiterführen, wenn meine Mutter sich irgendwann zur Ruhe setzt. Derzeit arbeite ich im Vertrieb und lerne alle Seiten des Unternehmens kennen – kommerziell, technisch und strategisch. Auch meine Schwester ist sehr am Unternehmen interessiert, sodass die Familiengeschichte wahrscheinlich fortgesetzt wird.

Susanne Beierlorzer, Geschäftsführerin
Susanne Beierlorzer, Geschäftsführerin
Max Beierlorzer, Vertrieb
Max Beierlorzer, Vertrieb
Marc Gräfedünkel, Montageleiter
Marc Gräfedünkel, Montageleiter

European Business: Herr Gräfedünkel, was macht die Beierlorzer GmbH heute – und wer sind Ihre Kunden?

Marc Gräfedünkel: Wir bauen und installieren Anlagen zur Wasseraufbereitung und Wasserdesinfektion, dabei verwenden wir Komponenten verschiedener Hersteller. Wir setzen bewusst auf hochwertige, langlebige Technologie und arbeiten nicht mit Billiganbietern, bei denen die Ausrüstung nach kurzer Zeit versagt. Unsere Kunden reichen von kommunalen und privaten Schwimmbädern bis hin zur Getränkeindustrie, großen Industrieanlagen und landwirtschaftlichen Betrieben, die sauberes Wasser für Kühltürme oder Klimasysteme benötigen.

European Business: Sie werden oft als einer der führenden Anbieter in Nordrhein-Westfalen beschrieben. Was unterscheidet Sie von Ihren Wettbewerbern?

Susanne Beierlorzer: Zunächst einmal die Erfahrung: wir sind seit über fünf Jahrzehnten in diesem Nischenmarkt tätig. Zweitens, unser sehr gut aufeinander abgestimmtes Team, das maßgeschneiderte Lösungen entwerfen kann. Und drittens, unsere Zuverlässigkeit: wir bieten einen Notdienst an 365 Tagen im Jahr. Beierlorzer ist bekannt dafür, schnell zu reagieren, wenn etwas passiert – das ist entscheidend, wenn es um Wasserqualität, Produktionsprozesse oder öffentliche Einrichtungen geht.

European Business: Die Wasseraufbereitung verändert sich rasant. Welche technologischen Trends sehen Sie?

Marc Gräfedünkel: Klassische Chlorierung wird immer noch weit verbreitet verwendet, aber Chlorgas bringt Sicherheitsprobleme mit sich und erzeugt unerwünschte Nebenprodukte im Trinkwasser. Wir sehen einen klaren Trend hin zu Alternativen wie Chlordioxid, UV-Desinfektion und Ozonsystemen. UV verwendet UV-C Licht, um Mikroorganismen zu zerstören, während Ozon sehr effektiv ist, mit weniger Rückständen in Trinkwasser und Getränken – obwohl es ein strenges Sicherheitsmanagement erfordert.

Susanne Beierlorzer: In manchen Ländern, wie den Niederlanden, ist der Transport von Chlorgas auf öffentlichen Straßen bereits verboten. Dort muss Chlor direkt vor Ort produziert werden. Wir erwarten, dass sich die Vorschriften auch in Deutschland verschärfen werden, daher bereiten wir unsere Kunden mit geeigneten Anlagenkonzepten vor. Gleichzeitig verfolgen wir die Forschung zu neuen Schadstoffen wie PFAS und landwirtschaftlichen Chemikalien wie Glyphosat. Versorgungsunternehmen müssen Milliarden in neue Behandlungstechnologien investieren – und mit unseren Systemen unterstützen wir aktiv die Installation, den Betrieb und die zuverlässige Wartung dieser Lösungen!

European Business: Wie wichtig sind Ihnen Sicherheit vor Ort und Schulungen?

Chlordioxid-System von Beierlorzer GmbH: präzise Dosierung und zuverlässige Desinfektion für durchgehend sichere Wasserqualität
Chlordioxid-System von Beierlorzer GmbH: präzise Dosierung und zuverlässige Desinfektion für durchgehend sichere Wasserqualität

Susanne Beierlorzer: Es ist äußerst wichtig. Viele Betreiber haben nicht mehr genügend technisches Personal im Haus oder wollen nicht die volle Verantwortung für den Betrieb komplexer Systeme übernehmen. Deshalb installieren und warten wir nicht nur die Anlagen, sondern schulen auch das Personal der Kunden und begleiten sie eng. Sicherheit hat eine sehr hohe Priorität – für unsere eigenen Mitarbeiter und für unsere Kunden.

Marc Gräfedünkel: Deshalb behalten wir auch die Planung und technische Unterstützung im eigenen Haus. Wir kennen die Anlagen, wir kennen die Risiken, und wir werden lieber angerufen, bevor etwas zum Problem wird.

European Business: Sie beschäftigen derzeit 19 Mitarbeiter und erwirtschaften etwa 4 Millionen EUR Umsatz. Wo möchten Sie von hier aus hin?

Susanne Beierlorzer: Ich möchte unser Team und unser Einzugsgebiet erweitern. Heute sind wir stark auf Nordrhein-Westfalen fokussiert, bedienen aber bereits Kunden in anderen deutschen Regionen und haben einzelne Projekte im Ausland abgeschlossen. Schritt für Schritt wollen wir national und, wo es sinnvoll ist, international wachsen.

Max Beierlorzer: Aus meiner Sicht ist die Digitalisierung ein Schlüsselthema. Wir wollen interne Prozesse vereinfachen, zum Beispiel mit moderner Software und KI-Tools, damit Routinearbeiten schneller werden und unsere Experten sich auf Kunden und Technologie konzentrieren können. Zusätzlich sehe ich attraktive neue Märkte wie die Aufbereitung von Autowaschwasser oder breitere Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung – überall dort, wo sauberes Prozesswasser direkt die Qualität beeinflusst.

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Manfred Brinkmann

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