„Wir wollen uns noch stärker als Systemanbieter positionieren!“

Interview mit Patrick Eggen, VP Global Marketing & Communications der Signode

Signode Packaging Lab
Im Packaging Lab in Dänemark werden kundenindividuelle Lösungen umfassend getestet

Signode ist europaweit für ihre umfassende Kompetenz in der Transportgutsicherung bekannt. Wie das Unternehmen seine Kunden gerade im Bereich Robotics und Warehouse-Automation noch umfassender unterstützen möchte und welche Wirkung zentrale Werte wie Diversity und Inclusion inzwischen auf die gelebte Firmenkultur entfalten, erläuterte VP Global Marketing & Communications Patrick Eggen im Interview mit Wirtschaftsforum.

Wirtschaftsforum: Signode ist in 17 Ländern in Europa direkt vertreten und tritt schon seit 100 Jahren als Experte für die Transportgutsicherung im Markt auf. Mit welchen Leistungen unterstützen Sie Ihre Kunden dabei genau?

Patrick Eggen: Primär sind wir für unsere Expertise im End-of-Line-Packaging-Segment bekannt und haben uns in den letzten Jahrzehnten durch mehrere Akquisitionen ein umfassendes Kompetenzportfolio in verschiedensten Verpackungstechnologien angeeignet – von Umreifungssystemen, Stretchfolienwicklern und Haubenstretchern über Heftsysteme und Kartonverpackungen bis hin zu Robotics und Warehouse-Automation. Um unseren Kunden dabei möglichst holistische Lösungen anbieten zu können, bilden wir die Produktion und den Vertrieb unseres gesamten Produktspektrums inhouse ab und stehen darüber hinaus auch für sämtliche anfallenden Reparatur- und Wartungsleistungen zur Verfügung.

Patrick Eggen, VP Global Marketing & Communications der Signode
Patrick Eggen, VP Global Marketing & Communications der Signode
Signode end of line solutions
Ein Überblick über die vielfältigen Lösungen von Signode für das End-of-Line-Packaging

Wirtschaftsforum: Gerade in den Bereichen Robotics und Automation war das Marktgeschehen in den letzten Jahren von einer besonderen Innovationsfreude gekennzeichnet. Wie stark hat Signode seine Expertise dort noch erweitern können?

Patrick Eggen: Unsere zugekauften Unternehmen hatten lange Zeit weitgehend isoliert voneinander agiert, bis wir uns vor fünf Jahren entschlossen, als Unternehmen im Markt nur noch unter dem Namen Signode aufzutreten und die einzelnen Produkt-Brands darunter zu versammeln. Dies ermöglichte uns nicht nur einen prägnanteren Markenauftritt, sondern ging auch mit einer systematischen Umgestaltung unserer Organisationsstrukturen einher, um mit unserer Vielzahl an aufeinander abgestimmten Lösungen stets als kompetenter Partner aufzutreten. Heute verfügt jede Person in unserem Unternehmen über ein schlagkräftiges Netzwerk und kann erforderlichenfalls stets auf eine sehr hohe Expertise zurückgreifen. In diesem Ansatz liegt ein zentrales Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens.

Wirtschaftsforum: Wie möchte sich Signode in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Patrick Eggen: Wir werden uns sicherlich noch stärker als Systemanbieter positionieren, um unser umfassendes Produktportfolio noch zielgerichteter einzusetzen. Auf Messen und im persönlichen Gespräch erleben wir immer wieder, dass unseren Kunden oftmals gar nicht im Detail bekannt ist, welche Vielzahl an Leistungen wir aus einer Hand anbieten. Das werden wir sicherlich noch nachhaltiger und umfassender kommunizieren – denn gerade die Automatisierung ist nicht nur bei den Großkonzernen, sondern auch in der Breite des Mittelstands angekommen, wo wir mit unserem Produktspektrum an sehr vielen neuralgischen Stellen unterstützen können. Eine weitere Herausforderung liegt zudem in der gestiegenen Erwartungshaltung unserer Partner. Denn auch wenn wir rein im B2B-Segment auftreten, bringen unsere Kunden ihre persönlichen Erfahrungen unweigerlich in den geschäftlichen Kontext mit – und diese sind eben vornehmlich von der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit von Unternehmen wie Amazon geprägt. Time-to-Consumer steht bei uns deshalb besonders nachdrücklich im Fokus, ebenso wie die vielfältigen Nachhaltigkeitsambitionen, die wir im Rahmen unseres Programs ‘Twentyby30’ derzeit umsetzen. Dabei verfolgen wir nicht nur dedizierte ökologische Ziele zur weiteren Effizienzsteigerung unserer Produktionsanlagen, sondern sehen Sustainability auch als soziales Anliegen im Zuge eines starken Employer Engagement, wo Werte wie Diversity und Inclusion unsere Arbeitskultur nachhaltig prägen.

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Manfred Brinkmann

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