Lichtblick: Hightech trifft Nachhaltigkeit

Interview mit Christian Veser, Geschäftsführer der VEMA technische Kunststoffteile GmbH

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Christian Veser, Geschäftsführer der VEMA technische Kunststoffteile GmbH

In Krauchenwies, unweit des Bodensees, hat die VEMA technische Kunststoffteile GmbH ihren Sitz. Das 65 Mitarbeiter starke Familienunternehmen hat sich unter der Leitung von Geschäftsführer Christian Veser, der sich die Leitung des Unternehmens mit seinem Vater Werner Veser teilt, zu einem der führenden Anbieter für technische Kunststoffteile entwickelt, dessen Produkte besonders in der Automobilindustrie gefragt sind.

„Unsere Erfolgsgeschichte begann als klassischer Garagenbetrieb“, erklärt Christian Veser. „Mein Vater legte vor 42 Jahren den Grundstein für das Unternehmen.“ Nach zwei Jahren wurde neben dem Werkzeugbau der Spritzguss ins Portfolio aufgenommen, was den Weg zu einer stärkeren Ausrichtung auf die Automobilbranche ebnete. Bereits in den 1990er-Jahren erkannte man das Potenzial optischer Bauteile wie Linsen, Lichtleiter und Vorsatzoptiken, die inzwischen mehr als die Hälfte des Umsatzes von gut 8 Millionen EUR ausmachen. „Wir haben uns früh auf Qualität und Präzision spezialisiert, was uns heute zu einem der Top-Anbieter in Deutschland macht“, fügt der Geschäftsführer hinzu. „Zu unseren Kunden gehören führende Tier-1 der Automobilbranche, die Bauteile für Premiumfahrzeuge beziehen – ein Geschäft, das durch die Elektromobilität weitgehend stabil bleibt.“

VEMA technische Kunststoffteile GmbH Standort
Der hochmoderne Standort der VEMA verbindet Präzision und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Innovation

Nachhaltigkeit ist seit Langem ein fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Am 2012 bezogenen Standort verzichtet man vollständig auf fossile Brennstoffe. „Wir heizen ausschließlich mit der Abwärme unserer Maschinen und erzeugen 35% unseres Stroms selbst – alles ohne Subventionen“, betont Christian Veser. VEMA ist ISO 14001-zertifiziert und investiert kontinuierlich in Photovoltaik und energieeffiziente Technologien, aber auch in die Automatisierung. Seit einigen Jahren kommen Cobots, kollaborative Roboter, zum Einsatz. „Das entlastet unsere Mitarbeiter, die sich auf qualifiziertere Tätigkeiten konzentrieren können“, erläutert der Geschäftsführer. „Die entsprechenden Automatisierungslösungen haben wir selbst entwickelt.“

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Optische Bauteile für Ambiente-Beleuchtung und Scheinwerfer sind Herzstücke ...
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... der VEMA-Produktpalette und stehen für Lichtlösungen mit Zukunft

Breites Portfolio

Neben der Automobilindustrie ist VEMA auch in anderen Branchen aktiv, etwa in der Sanitär- und Medizintechnik. Für hochwertige Armaturen fertigt das Unternehmen Innenleben aus Kunststoff, die Trinkwasser-zertifiziert sind. „Unser breites Portfolio hat uns in den letzten Jahren durch schwierige Phasen getragen“, so Christian Veser. „Zudem wissen unsere Kunden, dass sie sich auf uns verlassen können. Wir liefern pünktlich und in der gewünschten Qualität – das ist unser Anspruch.“

Zukunft und Verantwortung

Trotz Herausforderungen wie der Energiekrise und steigender Kosten plant VEMA bis 2025 eine neue Halle und treibt die Digitalisierung voran. Ziel ist es, noch effizienter zu werden und die Automatisierungslösungen als eigenständiges Produkt auf den Markt zu bringen.

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Manfred Brinkmann, Managing Editor-in-Chief

Manfred Brinkmann

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