„Bei uns gibt es alles, was eine Familie braucht!“

Interview mit Bavo Vanhalst, CEO der Supra Center NV

Supracenter NV Eingang
3. Generation: Bavo (l.) und Lowie Vanhalst

In 3. Generation ist Familie Vanhalst im Einzelhandel tätig. Neben den fünf SupraBazar-Märkten der Supracenter BV betreibt das familiengeführte Unternehmen seit Kurzem weitere Läden, bei denen junge Familien und ihr Umfeld im Fokus stehen. Verantwortlich für diese Ausweitung des traditionellen Geschäfts sind die Brüder Lowie und Bavo Vanhalst, die den Betrieb seit einigen Jahren leiten. Auch für die Zukunft setzen sie auf Wachstum und möchten so das Erfolgsrezept ihrer Eltern und ihres Großvaters fortführen.

Wirtschaftsforum: Herr Vanhalst, wie viele Supermärkte und Läden gehören zur Supracenter BV?

Bavo Vanhalst: Wir haben fünf große SupraBazars in Belgien in Gullegem, Lievegem, Tielt, Hulste und Harelbeke. Hinzu kommen drei Kabine Family Concept Stores an der belgischen Küste in Koksijde, Oostende und Blankenberge. Außerdem noch 27 Dreambaby-Läden. Insgesamt sind es also aktuell 35 Läden.

Wirtschaftsforum: Wie unterscheiden sich die drei Segmente voneinander?

Bavo Vanhalst: In unseren Su­praBazars gibt es außer Lebensmitteln alles, was eine Familie braucht, insgesamt mehr als 150.000 verschiedene Artikel. Unsere Kabine Family Concept Stores führen Lifestyleartikel von hippen A-Brands für Babys, Kinder und Erwachsene. Das Alter zwischen 0 und 3 Jahren decken unsere Dreambaby-Läden ab.

Supra Center NV Bavo Vanhalst
Bavo Vanhalst, CEO der Supra Center NV

Wirtschaftsforum: Bitte erzählen Sie uns etwas über die Geschichte der Firmengruppe.

Bavo Vanhalst: Mein Großvater Marcel Vanhalst gründete 1964 die Firma, die von meinen Eltern Geert und Mieke 20 Jahre später übernommen wurde. Sie professionalisierten das Konzept, eröffneten neben den zwei bereits bestehenden drei neue Märkte und erzielten damit starkes Wachstum. Außerdem starteten sie bereits 2010 unseren ersten Webshop. Seit einigen Jahren sind mein Bruder Lowie und ich als 3. Generation in der Verantwortung. Wir haben die Strukturen verändert und unsere Prozesse weiter optimiert. 2023 haben wir die Kabine-Läden übernommen, 2024 Dreambaby. Von unseren insgesamt 575 Beschäftigten arbeiten 240 bei SupraBazar. Der Gruppenumsatz liegt bei 120 Millionen EUR, davon entfallen 67 Millionen auf unsere fünf SupraBazar-Märkte.

Wirtschaftsforum: Was würden Sie als Erfolgskonzept speziell der SupraBazar-Märkte ansehen?

Bavo Vanhalst: Bei uns findet man alles, denn wir sind ein One-Stop-Shop. Unsere Zielgruppe sind Familien mit einem Altersspektrum, das von 0 bis 99+ reicht. Wir liegen nicht in Stadtzentren und Parkplätze gibt es ausreichend. Wir legen auch großen Wert auf gute und möglichst lang andauernde Beziehungen zu unseren Lieferanten.

Supracenter NV Familienunternehmen
Familienunternehmen: Bavo und Lowie Vanhalst mit ihren Eltern Mieke und Geert

Wirtschaftsforum: Wie sehen Ihre Marketingaktivitäten aus?

Bavo Vanhalst: Wir geben jeden Monat eine gedruckte Broschüre heraus, bespielen auch die Social Media und versenden regelmäßig Newsletter. 2,5 Millionen Kunden haben unsere Loyalty Card. Grundsätzlich möchten wir gerne möglichst viele Daten unserer Kunden haben, damit wir sie so gezielt wie möglich ansprechen können. Außerdem präsentieren wir uns auf verschiedenen Fachmessen, unter anderem auf der Spielwarenmesse Nürnberg, der Ambiente und der Christmas World in Frankfurt sowie der Kölner spoga+gafa.

Wirtschaftsforum: Wie nachhaltig ist Supracenter?

Bavo Vanhalst: Wir haben E-Autos in unserer Flotte, erzeugen unseren eigenen Strom durch eine maximale Zahl an Sonnenpaneelen und sind somit CO2-neu­tral. Wir sortieren unsere Abfälle, haben ein papierloses Büro und nutzen wiederverwendbare Tragetaschen.

Wirtschaftsforum: Welches sind Ihre Ziele für die kommenden Jahre?

Bavo Vanhalst: Zunächst einmal möchten wir die Stellung unserer Dreambaby-Läden als Marktführer weiter ausbauen. Mit unseren SupraBazar-Märkten wollen wir weiterhin organisch wachsen. Wachstum steht auch für unsere Kabine Family Concept Stores auf dem Programm. Hier möchten wir zwei bis drei neue Läden pro Jahr eröffnen. Allein bis Ende 2026 werden fünf weitere Läden zu den bestehenden 27 hinzukommen.

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Manfred Brinkmann

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