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Interview mit Thomas Laible, Geschäftsführer

Markus Völlnagel (Partner und Geschäftsführer), Markus Rudzki (Partner) und Florian Steinbrenner (Partner)
Markus Völlnagel (Partner und Geschäftsführer), Markus Rudzki (Partner) und Florian Steinbrenner (Partner)

Fusionen und Übernahmen (M&A) sind eine Schlüsselstrategie, die Unternehmen nutzen, um zu wachsen, neue Märkte zu erschließen und neue Fähigkeiten zu gewinnen. In der heutigen globalen und hochkompetitiven Umgebung wird die M&A-Aktivität nicht nur durch Expansionsziele angetrieben, sondern auch durch die Notwendigkeit, sich an schnellen technologischen Wandel, digitale Transformation und sich ändernde Verbraucheranforderungen anzupassen. Transfer Partners Unternehmensentwicklungsgesellschaft mbH ist ein hocherfahrener Partner für M&A-Strategien.

European Business: Herr Laible, könnten Sie kurz die Geschäftsidee von Transfer Partners erläutern?

Thomas Laible: Vereinfacht gesagt, besteht unser Geschäft darin, entweder im Auftrag eines Kunden ein Unternehmen zu verkaufen oder umgekehrt, einem Kunden dabei zu helfen, ein Unternehmen zu erwerben. Da wir uns auf verschiedene Branchen konzentrieren, analysiert unser Forschungsteam Märkte und Bewertungen.

European Business: Als einer der Gründer des Unternehmens, könnten Sie uns etwas über Ihren persönlichen Hintergrund erzählen? 

Thomas Laible: Ich habe Transfer Partners vor 25 Jahren gegründet, obwohl mein beruflicher Hintergrund ganz anders war. Ich habe Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart und Paris studiert und einen Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik. In unserer Branche gibt es ein häufiges Sprichwort: ‘Es ist keine Raketenwissenschaft’. In meinem Fall war es buchstäblich so. Ich kam über eine Investmentbank in die Branche, wo ich die Grundlagen über Fusionen und Übernahmen lernte. In Beratungsunternehmen ist es üblich, Teams zu haben, die aus Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen bestehen; Philosophen, Mathematiker und sogar Theologen. Aber sie alle teilen eine Sache – die Fähigkeit des klaren, strukturierten Denkens. Damals hatte ich zwei Kollegen, die wie ich, darauf erpicht waren, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Wir beschlossen, uns abzuspalten und unser eigenes Unternehmen zu gründen; so wurde Transfer Partners gegründet. Damals waren wir noch ziemlich jung, wir hatten keine Referenzen, also war es eine riskante Entscheidung. Rückblickend war es jedoch eine Kombination aus harter Arbeit und Glück, die es uns ermöglichte, uns zu etablieren. 

Thomas Laible, Geschäftsführer
Thomas Laible, Geschäftsführer

European Business: Könnten Sie die Kernbereiche von Transfer Partners skizzieren?

Thomas Laible: Wir legen großen Wert auf die Unternehmensnachfolge. Verglichen mit der Vergangenheit werden heute mehr Unternehmen verkauft. Früher wurde allgemein davon ausgegangen, dass Unternehmen in der Familie bleiben. Väter erwarteten oft, dass ihre Kinder das Familienunternehmen übernehmen, und das wurde selten hinterfragt. Heute ist dies jedoch nicht mehr immer der Fall; viele Kinder haben andere Vorstellungen und Karrierepläne. Zusätzlich haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen und Märkte erheblich weiterentwickelt. 

European Business: Die wirtschaftliche Lage ist herausfordernd und wir haben viele Krisen wie die Pandemie und den Krieg in der Ukraine erlebt. Wie geht Ihr Unternehmen mit diesen Herausforderungen um? 

Thomas Laible: Wir haben viele Krisen erlebt; 9/11, die Finanzkrise, COVID. Jedes Mal haben wir uns gefragt, wie es weitergeht. Doch als Dienstleister bringen Krisen auch neue Möglichkeiten. Während COVID zum Beispiel wuchs der E-Commerce erheblich und eröffnete neue Möglichkeiten für Transaktionen. Heute schafft die Transformation in der Industrie ähnliche Dynamiken. Einige Unternehmen suchen nach Diversifizierung, während andere nach neuen Märkten oder Partnern suchen. Die größte Chance, von der wir profitieren, ergibt sich aus der existenziellen Reflexion der Unternehmer — viele fragen sich, ob sie weitermachen oder verkaufen sollen. 

European Business: Was hebt Transfer Partners vom Markt ab? 

Hauptsitz von Transfer Partners in Düsseldorf
Hauptsitz von Transfer Partners in Düsseldorf

Thomas Laible: Zunächst einmal sind wir sehr bodenständig und teilen die gleichen Ideen wie unsere Kunden. Wir kaufen keine teuren Autos; stattdessen haben wir immer in Unternehmen reinvestiert. Dann verfolgen wir nicht jeden Deal, sondern handeln zuverlässig und ehrlich. Wenn wir glauben, dass etwas nicht funktionieren wird, kommunizieren wir das offen. Diese Transparenz führt zu langfristigen Beziehungen und Empfehlungen. Nicht zuletzt bringen wir starke Expertise, ein multidisziplinäres Team und eine echte 360-Grad-Sichtweise. Mit der Zeit haben wir gelernt, dass Einstellung und Werte wichtiger sind als technische Expertise und dass Agilität der Schlüssel ist.

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Manfred Brinkmann

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